Nestlé bringt Verpackungen in den Kreislauf zurück

Vevey VD – Der Lebensmittelkonzern Nestlé will bis 2025 nur noch vollständig wiederverwertbare oder wiederverwendbare Verpackungen einsetzen. Dazu startet Nestlé weltweit neue Initiativen und Investitionen.

Nestlé hat das Jahr 2025 als Zieltermin für den Umstieg auf nachhaltige Verpackungen im gesamten Unternehmen festgelegt. Der weltgrösste Lebensmittelkonzern mit Sitz in Vevey VD will bis dann nur noch Verpackungen verwenden, die nicht als Abfallprodukt enden, sondern wiederverwendet oder wiederverwertet werden können. Bis dahin soll auch die Verwendung von Neuplastik um ein Drittel gesenkt werden.

Véronique Cremades-Mathis, Weltchefin für Sustainable Packaging bei Nestlé, sagte dazu: „Wir befinden uns auf dem Weg zu einer abfallfreien Zukunft und haben bereits grosse Schritte unternommen. Wir sind uns aber bewusst, dass wir noch viel zu tun haben. Als weltweit grösster Lebensmittelkonzern wollen wir unseren Einfluss und Handlungsspielraum nutzen, um das Problem des Verpackungsabfalls in allen unseren Märkten zu bekämpfen.“

Dazu gehört auch ein Aus- und Weiterbildungsprogramm zum Thema nachhaltige Verpackungen für alle 290’000 Mitarbeitenden bei Nestlé. Die Aus- und Weiterbildungen zielen auf Verhaltensveränderungen und sollen dazu beitragen, die Verpackungsziele zu erreichen. 

Zudem startet Nestlé weltweit eine Reihe neuer Initiativen. Auf den Philippinen wurde im August Kunststoff-Neutralität erreicht: Das Unternehmen hat dieselbe Menge an Plastik gesammelt und weiterverarbeitet, wie sie in den verkauften Produkten enthalten ist.

In den USA wird Nestlé 30 Millionen Dollar investieren, um mehr lebensmitteltaugliche recycelte Kunststoffe in den Produktverpackungen einzusetzen. Hinzu kommen Neuerungen wie ein nachfüllbares System für Tierfutter in Chile und die erste wiederverwertbare Papierverpackung für Maggi-Bouillonwürfel in Frankreich. Weltweit seien heute bereits 87 Prozent der Verpackungen von Nestlé wiederverwertbar oder wiederverwendbar, heisst es in der Medienmitteilung. gba 

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